"Caritas warnt: Existenzielle Not in Österreich"

Die Caritas schlägt Alarm: Immer mehr Menschen in Österreich geraten in existenzielle Notlagen

Die Caritas warnt eindringlich vor einer sich zuspitzenden Situation in Österreich, in der immer mehr Menschen in existenzielle Notlagen geraten. Laut Klaus Schwertner, dem Direktor der Caritas, hat sich die Lage in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert. Die steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere für Essen und Wohnen, tragen maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Viele Haushalte stehen vor der Herausforderung, ihre grundlegenden Bedürfnisse nicht mehr decken zu können.

Schwertner berichtet in einem Interview mit krone.tv über die konkreten Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftssituation auf die Bevölkerung. Er betont, dass zahlreiche Familien in Österreich, die zuvor als finanziell stabil galten, nun unter enormem Druck stehen. Ein signifikanter Anstieg von Anfragen bei der Caritas zeige, wie zwingend notwendig die Unterstützung für Betroffene ist. Insbesondere alleinerziehende Mütter, kinderreiche Familien und Menschen mit geringem Einkommen sind stark betroffen.

Des Weiteren kritisiert Schwertner bestimmte politische Entscheidungen, die die Lage vieler Menschen in Österreich noch verschärfen. Er weist darauf hin, dass die Sozialleistungen nicht mit den erhöhten Lebenshaltungskosten Schritt halten, wodurch viele Menschen in eine Abwärtsspirale geraten. Zudem sei die Sozialhilfe oft nicht ausreichend, um die Kosten für Wohnungen und Lebensmittel zu decken, was zu einem Teufelskreis aus Armut und sozialer Isolation führe.

Ein weiteres ernst zu nehmendes Problem sind die psychologischen Auswirkungen, die durch diese wirtschaftlichen Belastungen entstehen. Schwertner spricht von einer zunehmenden mentalen Belastung bei den Menschen, die in Notlagen leben. Diese psychosozialen Aspekte seien häufig ein Tabuthema, dabei würden sie die Situation der Betroffenen stark beeinflussen. Die Caritas setzt sich nicht nur für materielle Unterstützung ein, sondern bietet auch Beratungsdienste an, um den Menschen in schwierigen Lebenslagen zu helfen.

Abschließend fordert Schwertner eine verstärkte gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit für die Belange der Menschen in Not. Es sei notwendig, nicht nur kurzfristige Hilfsmaßnahmen, sondern auch langfristige Strategien zu entwickeln, um den sozialen Zusammenhalt zu fördern und Armut nachhaltig zu bekämpfen. Der Appell richtet sich an die gesamte Gesellschaft, zusammenzukommen und Lösungen zu finden, um die Lebensbedingungen für alle Menschen in Österreich zu verbessern.

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