„Notwendige Reformen im Gesundheitssystem“
Peter McDonald, der im Januar den Vorsitz der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) wieder übernommen hat, äußert sich kritisch zur aktuellen Debatte über Gastpatienten. Er bezeichnet die Diskussion als „unwürdig“ und sieht sie als Hinweis auf die dringende Notwendigkeit, das österreichische Gesundheitssystem neu aufzustellen. Seine Aussagen sind Teil eines Interviews, das er mit der „Krone“ geführt hat.
McDonald betont, dass es ohne Spitalschließungen nicht möglich sein wird, die bestehenden Probleme im Gesundheitssystem zu lösen. Er spricht von strukturellen Veränderungen, die erforderlich sind, um sowohl die Qualität der medizinischen Versorgung als auch die finanzielle Nachhaltigkeit des Systems zu gewährleisten. Dabei macht er deutlich, dass die aktuelle Situation unhaltbar sei und dringend angegangen werden muss.
Ein zentrales Thema in McDonalds Argumentation ist die Verteilung der Ressourcen im Gesundheitswesen. Er kritisiert, dass viele Spitäler unterausgelastet sind, während andere überlastet sind. Dies führe zu Ineffizienzen und einer ungleichen Verteilung der medizinischen Versorgung. McDonald plädiert dafür, eine klare Strategie zu entwickeln, die nicht nur die Schließung von Einrichtungen beinhaltet, sondern auch eine Neuausrichtung der bestehenden Ressourcen.
Des Weiteren hebt er hervor, dass die Bevölkerung ein Recht auf eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung hat, die jedoch nur durch eine sinnvolle Planung und Strukturierung der Gesundheitsdienste gewährleistet werden kann. McDonald ist der Meinung, dass die Politik hier gefordert ist, mutige Entscheidungen zu treffen, um die Weichen für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem zu stellen.
Die Diskussion um Gastpatienten, die möglicherweise die Lasten des Gesundheitssystems erhöhen, sieht er als symptomatisch für das größere Problem. McDonald warnt davor, dass eine Überbelastung der Ressourcen nicht nur die Patientenversorgung beeinträchtigen kann, sondern auch die Mitarbeiter in den Gesundheitseinrichtungen stark belasten wird.
Insgesamt zeigt das Gespräch mit McDonald, dass er überzeugt ist, dass grundlegende Reformen auf allen Ebenen erforderlich sind, um sicherzustellen, dass das österreichische Gesundheitssystem auch in Zukunft funktionsfähig und effizient bleibt. Seine klare Botschaft ist unmissverständlich: Reformen sind notwendig und müssen zeitnah angegangen werden, um die Herausforderungen, vor denen das System steht, zu bewältigen.






