"Austrian Hospiz bleibt trotz Konflikten geöffnet"

Jerusalem ist kein direktes Angriffsziel – und doch sind die Auswirkungen des Krieges spürbar

Jerusalem ist eine Stadt mit einer tiefen historischen und kulturellen Bedeutung, und obwohl sie kein direktes Ziel im aktuellen Konflikt ist, sind die Auswirkungen des Krieges für die Bewohner und Institutionen vor Ort spürbar. Besonders betroffen ist das Austrian Hospiz, das trotz der angespannten Situation weiterhin seine Türen geöffnet hält. Der Rektor des Hospizes, Lucas Maier, spricht über die Herausforderungen, die in dieser turbulenten Zeit bewältigt werden müssen.

Lucas Maier erläutert, dass die wirtschaftlichen Belastungen, die durch den Krieg verursacht werden, auch in Jerusalem zu spüren sind. Die Zahl der Touristen ist stark zurückgegangen, was sich negativ auf die Einnahmen des Hospizes auswirkt. Dennoch betont er die Wichtigkeit, das Hospiz für die Besucher und die Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Es bietet nicht nur Unterkunft, sondern auch einen Ort der Begegnung und des Austauschs, der in Krisenzeiten besonders wichtig ist.

Das Austrian Hospiz wurde 1856 gegründet und ist seit jeher Anlaufstelle für Reisende, die die heilige Stadt besuchen. Maier hebt hervor, dass trotz der schwierigen Umstände die Mission des Hospizes, Menschen zu empfangen und ihnen einen Ort der Ruhe zu bieten, unverändert bleibt. Er beschreibt die Anstrengungen des Teams, die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten und gleichzeitig ein Gefühl der Normalität aufrechtzuerhalten.

Die sozialen und kulturellen Aktivitäten des Hospizes werden ebenfalls beibehalten, um den Gästen ein Gefühl von Gemeinschaft zu vermitteln. Zudem sucht das Hospiz nach Wegen, lokale Organisationen und Bedürftige zu unterstützen. In Zeiten von Unsicherheit und Angst sei es wichtig, Hoffnung zu vermitteln und die Verbundenheit zwischen Menschen zu stärken.

Lucas Maier appelliert an die internationale Gemeinschaft, Jerusalem und ihre Bewohner nicht zu vergessen. Er betont, dass es die Aufgabe aller ist, in schwierigen Zeiten solidarisch zu sein und die wichtigen Werte von Menschlichkeit und Zusammenhalt hochzuhalten. Das Austrian Hospiz stehe nicht nur für die österreichische Kultur, sondern verkörpere auch ein Stück des gelebten Friedens in einer Stadt, die oft von Konflikten geprägt ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Austrian Hospiz unter der Leitung von Rektor Lucas Maier weiterhin eine Oase der Ruhe in Jerusalem darstellt. Trotz der Herausforderungen des Krieges bleibt das Hospiz ein Ort, an dem Gastfreundschaft und Hoffnung weiterhin im Mittelpunkt stehen. Maier ist überzeugt, dass das Hospiz in der Lage ist, auch in schwierigen Zeiten seinen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft auszuüben.

Read Previous

Oberösterreich distanziert sich von islamistischen Rednern

Read Next

„Österreichs Dreier-Regierung im Krisenjahr“