Neustart von Kashiwazaki-Kariwa bereits gestoppt
Am Mittwoch, dem 18. Oktober 2023, kam es zu einem geplanten Neustart des japanischen Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa, welches als das größte Atomkraftwerk der Welt gilt. Dieser Neustart war von großer Bedeutung für die japanische Energiepolitik, insbesondere im Kontext der Bemühungen, die Energieversorgung des Landes nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 zu stabilisieren und zu diversifizieren.
Allerdings wurde der Neustart nach Angaben des Betreibers, der Tokyo Electric Power Company (TEPCO), nur Stunden nach Beginn der Wiederinbetriebnahme aufgrund eines technischen Fehlers unterbrochen. Der Fehler wurde nicht näher spezifiziert, sodass noch unklar ist, welke genauen Probleme aufgetreten sind und welche Schritte zur Behebung notwendig sein werden. Die unverhoffte Unterbrechung des Neustarts sorgt für Besorgnis und Skepsis innerhalb der Bevölkerung und unter Umweltschützern, die ohnehin kritisch gegenüber der Atomenergie eingestellt sind.
Das Kashiwazaki-Kariwa AKW, das in der Präfektur Niigata liegt, hat eine installierte Leistung von über 7.900 Megawatt und gilt als eines der größten der Welt. Nach Fukushima waren viele Atomkraftwerke in Japan aufgrund von Sicherheitsbedenken und eines veränderten öffentlichen Bewusstseins über die Risiken der Atomenergie stillgelegt worden. Der Neustart von Kashiwazaki-Kariwa wurde als ein wichtiger Schritt angesehen, um Japan wieder unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen und die CO2-Emissionen zu reduzieren.
Umweltaktivisten und Anwohner äußern jedoch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Atomkraftwerke, besonders in seismisch aktiven Regionen wie Japan. Diese jüngsten Entwicklungen haben die Diskussion um die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken in Japan erneut entfacht und die Ängste vor einem möglichen Unfall in einem Land, das noch immer die Auswirkungen von Fukushima spürt, verstärkt.
In den kommenden Tagen wird TEPCO weitere Informationen über den technischen Fehler und die Ursachen der Unterbrechung bereitstellen müssen. Die Öffentlichkeit und die Behörden erwarten transparente Kommunikation und klare Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in den Anlagen. Die Zukunft der Atomkraft in Japan bleibt aufgrund solcher Vorfälle ungewiss, und es wird sich zeigen, ob die japanische Regierung weiterhin an ihrer Politik festhält oder ob alternative Energiequellen verstärkt in Betracht gezogen werden müssen.





