"NCI testet Ivermectin gegen Krebszellen"
Während der Covid-19-Pandemie wurde das Antiparasitikum Ivermectin von verschiedenen Personen, einschließlich des FPÖ-Chefs Herbert Kickl, als mögliches Mittel gegen Infektionen angepriesen. Ivermectin fand insbesondere während der Pandemie Aufmerksamkeit, da es von einigen als alternative Behandlungsmethode zur Bekämpfung von Corona-Viren betrachtet wurde. Trotz der vorangegangenen Kontroversen und der fehlenden wissenschaftlichen Unterstützung für die Verwendung von Ivermectin gegen Covid-19 gibt es nun neue Entwicklungen bezüglich des Wirkstoffs.
Das Nationale US-Krebsinstitut (NCI) hat angekündigt, Ivermectin in klinischen Studien als potenzielles Mittel zur Bekämpfung von Krebszellen zu testen. Der Leiter des NCI, Anthony Letai, äußerte, dass das Interesse an der Erforschung von Ivermectin in der Krebsbehandlung gestiegen sei. Letai betonte, dass eine Vielzahl von Forschungsanträgen eingegangen sei, die sich mit den potenziellen anticancerösen Eigenschaften des Wirkstoffs befassen.
Die Entscheidung, Ivermectin gegen Krebs zu erforschen, basiert auf den Erkenntnissen, dass der Wirkstoff möglicherweise antivirale und immunmodulatorische Effekte hat, die für die Krebsbehandlung von Nutzen sein könnten. In der Vergangenheit gab es bereits einige Studien, die darauf hindeuteten, dass Ivermectin in bestimmten Krebsmodellen in vitro (im Labor) wirksam sein könnte. Diese frühen Ergebnisse sorgten für Optimismus in der Forschungscommunity und führten dazu, dass das NCI weitere Untersuchungen anstoßen möchte.
Die Tests und Studien, die das NCI plant, sollen dazu beitragen, die Wirksamkeit und Sicherheit von Ivermectin als Therapieoption bei verschiedenen Krebsarten zu bewerten. Diese Initiativen könnten möglicherweise neue Wege für die Onkologie eröffnen und Patienten, die an schwer behandelbaren Tumoren leiden, zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten bieten.
Die Verwendung von Ivermectin bleibt jedoch umstritten, insbesondere aufgrund seiner vorherigen Rolle in der Diskussion rund um Covid-19. Während einige gelobt haben, dass das Medikament Potenzial hat, betonen andere die Notwendigkeit von umfassenden klinischen Studien, um die Sicherheit und die tatsächliche Wirksamkeit in der Krebsbehandlung zu bestätigen. Die kommenden Monate und Jahre werden entscheidend dafür sein, ob Ivermectin tatsächlich als neue Therapieoption im Bereich der Onkologie anerkannt wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neue Forschung zu Ivermectin im Kontext von Krebs eine faszinierende Wendung darstellt. Trotz seiner turbulenten Geschichte als Covid-19-Behandlung zeigt das Interesse des NCI und der wissenschaftlichen Gemeinschaft, dass es noch viele unbeantwortete Fragen über die Wirkmechanismen des Medikaments und dessen potenzielle Anwendung in der Krebsbehandlung gibt. Die bevorstehenden Studien werden mit Spannung verfolgt und könnten weitreichende Implikationen für die klinische Praxis haben.





