„Hinteregger fordert klare Veränderungen für die Wirtschaft“
Im Interview mit krone.tv äußert Bernd Hinteregger, der Präsident des sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands (SWV) sowie ein Unternehmer, seine Bedenken hinsichtlich des Reformdrucks in der Wirtschaft und der steigenden Kosten im Tourismus. Er thematisiert die Herausforderungen, mit denen Österreich konfrontiert ist, und diskutiert die Notwendigkeit von grundlegenden Veränderungen, anstatt sich mit „Klein-Klein“ zufrieden zu geben.
Hinteregger betont, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage durch zahlreiche Faktoren belastet wird, darunter die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die Energiekrise und die Inflation. Diese Herausforderungen führen dazu, dass viele Unternehmen, insbesondere im Tourismussektor, Schwierigkeiten haben, rentabel zu bleiben. Die steigenden Kosten wirken sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft aus, was langfristig auch Konsequenzen für Arbeitsplätze und Investitionen haben kann.
Ein zentrales Anliegen von Hinteregger ist die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im internationalen Markt. Er warnt davor, dass ohne signifikante Reformen Österreichs Unternehmen im Vergleich zu anderen Ländern ins Hintertreffen geraten könnten. Die Politik müsse daher einen klaren handlungsfähigen Kurs einschlagen, der auf nachhaltige und umfassende Veränderungen abzielt. Dies würde bedeuten, dass nicht nur kurzfristige Lösungen gesucht werden sollten, sondern auch langfristige Strategien entwickelt werden müssen.
Im Gespräch kommt Hinteregger auch auf die Unterstützung von Unternehmen zu sprechen, insbesondere im Hinblick auf Förderungen und finanzielle Hilfen. Er fordert von der Regierung, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Unternehmer langfristig planen und investieren können. Dies erfordere klare Signale und eine Entbürokratisierung, um den Unternehmen mehr Freiraum zu geben, um innovativ tätig zu sein.
Ein weiteres Thema, das angesprochen wird, ist die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft. Hinteregger ist der Auffassung, dass Unternehmer in den Entscheidungsfindungsprozess eingebunden werden müssen, um sicherzustellen, dass die ergriffenen Maßnahmen tatsächlich die Bedürfnisse der Wirtschaft adressieren. Eine intensivere Kommunikation und Kooperation könnte dazu beitragen, Lösungen zu entwickeln, die sowohl den wirtschaftlichen als auch den sozialen Herausforderungen gerecht werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bernd Hinteregger im Interview einen klaren Appell an die Politik richtet, die aktuellen Herausforderungen ernst zu nehmen und bereit zu sein, mutige Entscheidungen zu treffen, um die österreichische Wirtschaft zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Der Fokus sollte nicht mehr nur auf kurzfristigen Maßnahmen liegen, sondern es sei an der Zeit, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen, der alle relevanten Aspekte berücksichtigt und Unternehmen die Möglichkeit gibt, in einem sich ständig verändernden Umfeld erfolgreich zu agieren.





