"Kickl: Neuwahlen und Gespräche mit Schatten-ÖVP"

Nur selten gibt Herbert Kickl Interviews – heuer bisher nur parteieigenen Medien

Herbert Kickl, der Vorsitzende der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), gibt selten Interviews und hat in diesem Jahr bislang nur mit parteieigenen Medien gesprochen. In einem aktuellen Gespräch mit der „Krone“ äußert er sich zu mehreren wichtigen Themen, die die österreichische Politlandschaft betreffen. Dabei geht es vor allem um seine Erwartungen hinsichtlich Neuwahlen, seine politischen Ambitionen und seine Gespräche mit Mitgliedern der sogenannten „Schatten-ÖVP“ um den ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Kickl äußert seine Einschätzung zur politischen Lage und erklärt, dass er mit Neuwahlen in naher Zukunft rechnet. Diese Einschätzung basiert auf aktuellen Entwicklungen und der Unzufriedenheit der Wähler mit der bestehenden Regierung. Er betont, dass die FPÖ bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und an der Spitze zu stehen, wenn es zu Neuwahlen kommt. „Wir sind gut vorbereitet und erwarten uns eine klare Zustimmung der Bevölkerung“, so Kickl.

Ein weiteres zentrales Thema in dem Interview ist die Frage, ob Herbert Kickl Bundespräsident oder Kärntner Landeshauptmann werden möchte. Er spricht offen über seine politischen Ambitionen und macht deutlich, dass er sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene eine Rolle spielen möchte. „Ich stehe für beide Möglichkeiten zur Verfügung, aber es hängt von den politischen Gegebenheiten ab“, erklärt er. Diese Flexibilität könnte sich als strategischer Vorteil erweisen, abhängig von den Ergebnissen zukünftiger Wahlen.

Des Weiteren geht Kickl auf die Gespräche mit der „Schatten-ÖVP“ ein, einer informellen Gruppe von Politikern aus der ÖVP, die sich aus der Politik zurückgezogen haben oder in der Vergangenheit kritisch gegenüber Sebastian Kurz waren. Kickl sieht in diesen Gesprächen eine Möglichkeit, Gemeinsamkeiten zu finden und strategische Allianzen zu bilden. „Es ist wichtig, den Dialog aufrechtzuerhalten, auch wenn die politischen Differenzen bestehen“, sagt er. Er betont jedoch, dass die FPÖ klar ihre eigenen Positionen vertreten wird und nicht nur als Erfüllungsgehilfin der ÖVP fungieren möchte.

Abschließend gibt Herbert Kickl zu verstehen, dass die FPÖ fest entschlossen ist, ihren Einfluss in der österreichischen Politik auszubauen. Im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen sieht er die Chance, die Wähler von den eigenen Konzepten und Ideen zu überzeugen. „Wir haben ein klares Programm und eine starke Basis, die für Veränderung bereit ist“, schließt er sein Interview mit der „Krone“. Der Fokus auf das politische Handeln und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit scheinen für ihn der Schlüssel zum Erfolg in der unsicheren politischen Zukunft zu sein.

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